
Behandlung Melasma
Individuelle Diagnostik und Therapie der Pigmentstörung
Ursache
Pigmentstörung (genetisch, UV, Hormone)
Behandlungsdauer
30–60 Minuten
Ausfallzeit
Keine bis gering
Kosten
nach GOÄ
Überblick
Was ist Melasma
Was ist Melasma?
Melasma – im deutschsprachigen Raum auch als Chloasma oder umgangssprachlich „Schwangerschaftsmaske" bekannt – ist eine erworbene Pigmentstörung der Haut. Sie äußert sich durch unregelmäßig begrenzte, gelblich-braune bis graubraune Flecken, die meist symmetrisch im Gesicht auftreten: bevorzugt auf Stirn, Wangen, Schläfen, Oberlippe und Nase.
Ursächlich liegt eine lokal überschießende Produktion von Melanin – dem körpereigenen Hautfarbstoff – durch die Melanozyten der Haut vor. Melasma ist damit eine rein kosmetische, medizinisch ungefährliche Hautveränderung, die jedoch für viele Betroffene psychisch belastend sein kann. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer; weltweit macht Melasma laut aktuellen Übersichtsarbeiten geschätzt 10–25 % aller Pigmentstörungsfälle aus, mit besonders hoher Prävalenz bei dunkleren Hauttypen (Fitzpatrick III–V).
Eine wichtige Eigenschaft von Melasma: Es ist eine chronisch-rezidivierende Erkrankung. Die Rate spontaner, unbehandelter Rückbildung liegt bei nur etwa 8 %. Das bedeutet, dass Melasma ohne konsequente Therapie und Sonnenschutz in der Regel bestehen bleibt oder bei erneuter Sonnenexposition, Hormonumstellung oder Hautreizung wieder aufflammt.

Ursachenanalyse
Wie entsteht Melasma? Die wichtigsten Ursachen
Die genauen Mechanismen der Melasma-Entstehung sind noch nicht vollständig erforscht. Nach aktuellem wissenschaftlichem Konsens wirken mehrere Faktoren zusammen.
UV-STRAHLUNG
Sonnenlicht als Hauptauslöser
UV-A- und UV-B-Strahlung regen die Melanozyten direkt zur Melaninproduktion an und gelten als der stärkste vermeidbare Auslöser. Bereits geringe, alltägliche Sonnenexposition kann bestehendes Melasma verstärken oder ein Wiederauftreten begünstigen.
HORMONE
Östrogen, Progesteron & MSH
Schwangerschaft, hormonelle Verhütung (Pille) und Hormonschwankungen in den Wechseljahren erhöhen Östrogen-, Progesteron- und MSH-Spiegel (melanozytenstimulierendes Hormon) – allesamt Treiber der Melaninbildung. Bis zu 90 % der schwangerschaftsbedingten Melasmen bilden sich innerhalb eines Jahres nach der Geburt zurück.
GENETIK
Familiäre Veranlagung
Eine familiäre Häufung ist gut belegt: Wer Angehörige mit Melasma hat, trägt ein deutlich erhöhtes Risiko, selbst zu erkranken. Genetische Faktoren beeinflussen vermutlich die Empfindlichkeit der Melanozyten gegenüber äußeren Reizen.
ENTZÜNDUNG & GEFÄSS
Inflammatorische und vaskuläre Faktoren
Neuere Forschung zeigt, dass auch entzündliche Prozesse, eine erhöhte Gefäßdichte in der betroffenen Haut, Veränderungen der dermalen Bindegewebsstruktur und oxidativer Stress (Schädigung durch freie Radikale) zur Chronifizierung von Melasma beitragen.
WEITERE TRIGGER
Hautreizung, Wärme & Medikamente
Mechanische oder kosmetische Hautreizung, Wärmeexposition (z. B. Sauna, Infrarot), bestimmte Medikamente sowie chronischer Stress über erhöhte Cortisolspiegel können die Melaninproduktion zusätzlich anregen.
HAUTTYP
Höherer Fitzpatrick-Hauttyp
Menschen mit dunklerem Hauttyp (Fitzpatrick III–V) besitzen aktivere Melanozyten und entwickeln daher häufiger und stärker ausgeprägtes Melasma als sehr helle Hauttypen.
Wichtig: Melasma ist gutartig – jede neue oder sich verändernde Pigmentveränderung sollte dennoch ärztlich abgeklärt werden, um sie sicher von anderen Hautveränderungen abzugrenzen.

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Termin vereinbarenDiagnostik
Erscheinungsbild & Diagnostik
Melasma zeigt sich typischerweise in einem von drei Verteilungsmustern im Gesicht und kann anhand der Eindringtiefe des Pigments in unterschiedliche Typen eingeteilt werden.
Verteilungsmuster
| Verteilungsmuster | Betroffene Areale |
|---|---|
| Zentrofazial (häufigste Form) | Stirn, Wangen, Nase, Oberlippe, Kinn |
| Malar | Wangen und Jochbeinregion |
| Mandibulär | Kieferlinie |
Mittels Wood-Lampen-Untersuchung oder Dermatoskopie lässt sich zudem die Tiefe des Pigments einschätzen:
| Typ | Pigmentlage | Therapieansprechen |
|---|---|---|
| Epidermal | Oberflächlich, in der Oberhaut | Spricht meist gut auf topische Therapie an |
| Dermal | Tiefer, in der Lederhaut | Therapieresistenter, graue Farbtönung |
| Gemischt (Mixed-Typ) | Epidermal + dermal kombiniert | Häufigste Form, therapeutisch anspruchsvoller |
Behandlungsoptionen
Therapieoptionen bei Melasma
Da Melasma multifaktoriell entsteht und zu Rezidiven neigt, erfolgt die Therapie in unserer Praxis individuell abgestimmt und meist mehrstufig. Ziel ist eine sichtbare Aufhellung bei größtmöglicher Hautverträglichkeit – Geduld und konsequenter Sonnenschutz sind dabei der Schlüssel zum Erfolg.
BASIS JEDER THERAPIE
Konsequenter Sonnenschutz
Ein hochwertiger UV-A/UV-B-Breitspektrum-Sonnenschutz (LSF 50) ist die wichtigste Maßnahme – sowohl zur Behandlung als auch zur Rückfallprävention. Ohne konsequenten Lichtschutz bleibt jede weitere Therapie nur begrenzt wirksam.
TOPISCHE THERAPIE
Aufhellende Wirkstoffe
Ärztlich verschriebene Cremes mit Wirkstoffen wie Hydrochinon, Tretinoin, Azelainsäure, Tranexamsäure, Vitamin C oder Niacinamid hemmen die Melaninproduktion und gelten als Goldstandard bei epidermalem Melasma.
CHEMISCHES PEELING
Melasma-Peeling
Oberflächliche bis mitteltiefe Peelings (z. B. mit Mandelsäure, Azelainsäure oder niedrig dosierter Trichloressigsäure) unterstützen den Pigmentabbau und die Erneuerung der Hautoberfläche – stets niedrig dosiert und stufenweise gesteigert, um Reizungen zu vermeiden.
MESOTHERAPIE / PDRN
Wirkstoff-Mesotherapie
Die gezielte Einbringung depigmentierender Wirkstoffe (z. B. Tranexamsäure, Glutathion, Vitamin C) per Mesotherapie kann ergänzend zur Cremetherapie eingesetzt werden, um tiefer liegende Pigmentanteile zu adressieren.
MIT VORSICHT
Laser- und Lichttherapie
Lasertherapie wird bei Melasma sehr zurückhaltend und nur niedrigenergetisch eingesetzt, da aggressive Verfahren die Pigmentierung paradoxerweise verschlimmern können. In ausgewählten Fällen kommen schonende Verfahren wie Tixel ergänzend in Frage – stets nach sorgfältiger Befunderhebung.
BEGLEITEND
Pflegeanpassung
Eine reizarme, barrierestärkende Hautpflege reduziert zusätzliche Entzündungsreize, die Melasma verstärken können. Wir stellen Ihnen einen individuellen Pflegeplan zusammen, der die medizinische Therapie sinnvoll ergänzt.

Der Behandlungsablauf in unserer Praxis
Von der Befunderhebung bis zur Verlaufskontrolle – so begleiten wir Sie durch jeden Schritt.
Befunderhebung
Dermatoskopische und Wood-Lampen-Untersuchung zur Diagnosesicherung und Bestimmung des Pigmenttyps.
Ursachenanalyse
Erhebung möglicher Trigger: Hormonpräparate, Schwangerschaft, Sonnenexposition, familiäre Vorbelastung.
Therapieplan
Kombination aus Sonnenschutz, topischer Therapie, Peeling und ggf. ergänzenden Verfahren – abgestimmt auf Hauttyp und Pigmenttiefe.
Verlaufskontrolle
Regelmäßige Kontrollen zur Therapieanpassung und langfristigen Rezidivprophylaxe.
Unsere Praxis
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Privatpraxis Dr. med. Susan Khouw • Kurfürstendamm 70 • 10709 Berlin
Häufige Fragen
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