Behandlung von Haarausfall

Behandlung von Haarausfall

Individuelle Diagnostik und Therapie bei verschiedenen Formen von Haarverlust

Behandlungsdauer

auf Anfrage

Gesellschaftsfähig

auf Anfrage

Wirkeintritt

auf Anfrage

Wirkdauer

auf Anfrage

Kosten

nach GOÄ

Überblick

Haarausfall: Diagnose statt Verzicht

Haarausfall ist eines der häufigsten Anliegen in der dermatologischen Sprechstunde – und gleichzeitig eines der am häufigsten missverstandenen. Nicht jeder Haarausfall ist gleich, und nicht jede Therapie, die im Internet beworben wird, ist für jede Form geeignet.

In unserer Praxis am Kurfürstendamm in Berlin steht am Anfang jeder Behandlung eine genaue Diagnose: Welche Form des Haarausfalls liegt vor, welche Ursachen spielen eine Rolle, und welches Therapiekonzept ist medizinisch sinnvoll? Erst danach folgt die individuelle Behandlung – von der lokalen Therapie bis zu regenerativen Verfahren wie PRP (Vampirlift) und Mesotherapie mit Exosomen.

Haarausfall Behandlung

Klassifizierung

Formen des Haarausfalls

Drei Formen, drei Strategien

Damit eine Therapie wirken kann, muss zunächst die Art des Haarausfalls korrekt eingeordnet werden. In der dermatologischen Praxis unterscheiden wir vor allem drei Hauptformen, die sich in Ursache, Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten deutlich unterscheiden.

Häufigste Form

Alopecia androgenetica

Erblich bedingter, hormonell vermittelter Haarausfall. Betrifft bis zu 80 % der Männer und etwa 50 % der Frauen im Laufe des Lebens, mit charakteristischem Muster an Scheitel, Stirn und Schläfen.

Autoimmun

Alopecia areata

Kreisrunder, meist plötzlich auftretender Haarausfall durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems gegen die Haarwurzel. Kann in jedem Alter auftreten und verläuft oft schubweise.

Irreversibel ohne Therapie

Vernarbender Haarausfall

Entzündliche Zerstörung der Haarfollikel mit bindegewebigem Ersatz. Ohne frühzeitige Behandlung kommt es zu dauerhaftem, nicht mehr umkehrbarem Haarverlust.

Alopecia androgenetica – der erblich bedingte Haarausfall

Die androgenetische Alopezie ist die mit Abstand häufigste Form des Haarausfalls. Ursache ist eine genetisch festgelegte, erhöhte Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber Dihydrotestosteron (DHT), einem Abbauprodukt des Testosterons. Die Haarfollikel verkürzen ihre Wachstumsphase zunehmend, das Haar wird dünner, kürzer und schließlich nicht mehr nachgebildet – die Follikel selbst bleiben dabei jedoch erhalten, was diese Form grundsätzlich gut behandelbar macht.

Bei Männern zeigt sich typischerweise ein Rückgang der Stirn-Haar-Grenze und eine Ausdünnung am Hinterkopf (Geheimratsecken, Tonsur), klassifiziert nach der Hamilton-Norwood-Skala. Bei Frauen verläuft die androgenetische Alopezie meist diffuser, mit einer Ausdünnung im Mittelscheitel bei erhaltener Stirn-Haar-Grenze, eingeteilt nach der Ludwig-Klassifikation.

GUT ZU WISSEN

Je früher die androgenetische Alopezie erkannt und behandelt wird, desto mehr Haarfollikel lassen sich in der aktiven Wachstumsphase halten. Ein Zuwarten verschlechtert die Erfolgsaussichten jeder Therapie.

Alopecia areata – der kreisrunde Haarausfall

Bei der Alopecia areata greift das körpereigene Immunsystem die Haarfollikel in der Wachstumsphase an, ohne dass die Follikelstruktur selbst zerstört wird. Klinisch zeigen sich scharf begrenzte, runde bis ovale haarlose Areale, häufig am Kopf, aber auch an Bart, Augenbrauen oder Wimpern. Der Verlauf ist sehr variabel: Bei vielen Patienten kommt es zu spontanen Nachwachsphasen, bei anderen schreitet die Erkrankung bis zum vollständigen Verlust der Kopf- oder Körperbehaarung fort (Alopecia totalis beziehungsweise universalis).

Die aktuelle Leitlinienarbeit der dermatologischen Fachgesellschaften unterstreicht, wie wichtig eine kriteriengeleitete, individuell abgestimmte Therapieauswahl ist – auch um eine Über- oder Untertherapie zu vermeiden und die psychische Belastung der Betroffenen zu berücksichtigen, die bei dieser Erkrankung oft erheblich ist.

Vernarbender Haarausfall (zikatrizielle Alopezie)

Der vernarbende Haarausfall stellt eine diagnostische und therapeutische Besonderheit dar: Hier kommt es im Rahmen entzündlicher Prozesse – etwa bei Lichen planopilaris, frontal-fibrosierender Alopezie oder bestimmten Kollagenosen – zu einer dauerhaften Zerstörung des Haarfollikels mit narbigem Ersatz. Anders als bei androgenetischer Alopezie oder Alopecia areata ist dieser Haarverlust in den betroffenen Arealen nicht reversibel.

Genau deshalb ist eine frühzeitige fachärztliche Abklärung bei dieser Form besonders wichtig: Je früher die zugrunde liegende Entzündung erkannt und gezielt behandelt wird, desto mehr noch aktive Haarfollikel können erhalten werden. Bei Verdacht auf eine vernarbende Alopezie gehört eine Skalpbiopsie zur Sicherung der Diagnose zum Standardvorgehen.

Haarausfall Therapie

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Diagnostik

Erst die Ursache, dann die Therapie

Eine zielgerichtete Behandlung setzt eine sorgfältige Diagnostik voraus. In unserer Praxis erfolgt eine spezifischen Blutuntersuchung, um internistische und hormonelle Mitursachen zu erfassen oder auszuschließen.

LaborparameterRelevanz
Ferritin und EisenstatusEisenmangel ist eine der häufigsten behandelbaren Mitursachen diffusen Haarausfalls
TSH, fT3, fT4Schilddrüsenfunktionsstörungen beeinflussen den Haarzyklus direkt
Zink, Vitamin DMikronährstoffmängel können Haarausfall verstärken oder unterhalten
Testosteron, DHEAS (bei Frauen)Hinweise auf eine androgenbedingte Komponente oder ein PCO-Syndrom
Großes Blutbild, EntzündungsparameterAusschluss systemischer oder autoimmuner Ursachen
Skalpbiopsie (bei Bedarf)Diagnosesicherung bei Verdacht auf vernarbende Alopezie

Erst auf Basis dieser Befunde – Trichoskopie, Anamnese und Laborwerte – lässt sich ein Therapiekonzept erstellen, das tatsächlich an der Ursache ansetzt, statt nur Symptome zu behandeln.

Therapieoptionen Haarausfall

Therapie

Therapiemöglichkeiten in unserer Praxis

Lokale Therapie

Die Basis der Behandlung der androgenetischen Alopezie bildet die topische Anwendung mit Minoxidil als Lösung oder Schaum. Minoxidil verbessert die Durchblutung der Haarfollikel und kann die Wachstumsphase des Haares verlängern; die Wirkung setzt nach Leitlinienempfehlung vor allem bei leichter bis moderater Ausprägung ein und erfordert eine konsequente, dauerhafte Anwendung. Je nach Befund kann die lokale Therapie um weitere Wirkstoffe ergänzt werden, die individuell mit Ihnen besprochen werden.

Wichtig für die Therapieplanung: PRP und Mesotherapie mit Exosomen können bestehende, leitliniengestützte Therapien sinnvoll ergänzen, ersetzen diese jedoch nicht. Der Therapieerfolg hängt wesentlich von der zugrunde liegenden Form des Haarausfalls, dem Stadium und individuellen Faktoren ab und kann daher von Patient zu Patient variieren.

Der Behandlungsablauf

Von der ersten Beratung bis zum optimalen Ergebnis begleiten wir Sie durch jeden Schritt.

01

Beratungsgespräch

In einem ausführlichen Gespräch besprechen wir Ihre Beschwerden und erheben die Krankengeschichte.

02

Ursachenabklärung

Wir klären die Ursache Ihres Haarausfalls ab, ob Stress, anlagebedingt, Autoimmunerkrankung oder Mangelerscheinung.

03

Therapieauswahl

Entsprechend der Diagnose wählen wir die für Sie optimale Behandlungsmethode aus.

04

Behandlung & Nachsorge

Durchführung der gewählten Therapie mit regelmäßiger Erfolgskontrolle und Anpassung.

Unsere Praxis

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Gemütlicher Wartebereich
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Wir berechnen unsere Leistungen nach der offiziellen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) sowie 19 % Mehrwertsteuer.

Häufige Fragen

FAQ – Haarausfall

Weitere Behandlungen

01

Plasmatherapie

Eigenblutbehandlung zur Stimulation des Haarwachstums mit körpereigenem Plasma (PRP).

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02

Infusionstherapie

Unterstützende Nährstoffversorgung bei Haarausfall durch Mangelerscheinungen.

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03

Allergologie

Abklärung möglicher allergischer Ursachen für Haarprobleme.

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