
Dehnungsstreifen behandeln
Fraktionierte Laser und Radiofrequenz für feinere, glattere Haut
Verfahren
Tixel, Fraxel, Opus
Sitzungen
3–6 Sitzungen
Abstand
4 Wochen
Wirkdauer
Permanent
Kosten
nach GOÄ
Was sind Dehnungsstreifen wirklich?
Dehnungsstreifen, in der Fachsprache Striae distensae oder Striae cutis atrophicae genannt, sind keine oberflächlichen Hautveränderungen, sondern strukturelle Risse innerhalb der mittleren Hautschicht, der Dermis. Sie entstehen vor allem an Körperregionen, die einer hohen mechanischen Belastung der elastischen Fasern ausgesetzt sind: Bauch, Hüften, Oberschenkel, Gesäß, Brust und Oberarme.
Anders als oft angenommen, lässt sich das zugrunde liegende Gewebe nicht mit Cremes „von außen" reparieren – die Veränderung liegt zu tief. Genau hier setzt die moderne ästhetische Dermatologie an: Mit gezielter Hitze-, Plasma- oder Laserenergie wird die Haut zur körpereigenen Neubildung von Kollagen und Elastin angeregt, sodass sich Textur, Farbe und Relief der Streifen über mehrere Sitzungen sichtbar verbessern können.

URSACHEN
Wie entstehen Dehnungsstreifen?
Wird die Haut innerhalb kurzer Zeit stärker gedehnt, als das Bindegewebe kompensieren kann, reißen die kollagenen und elastischen Fasern in der Dermis. Das gut durchblutete Unterhautgewebe schimmert durch die ausgedünnte Haut hindurch – sichtbar wird zunächst ein rötlich-violetter Streifen. Mit der Zeit setzen Umbauprozesse ein, die Fasern desorganisieren sich weiter, und die Streifen verblassen zu einer perlweißen, leicht eingesunkenen Narbe.
Zu den häufigsten Auslösern zählen:
Schwangerschaft
Durch die rasche Dehnung des Bauches treten bei einem Großteil der Schwangeren Striae an Bauch, Brust und Oberschenkeln auf.
Schnelle Gewichtsveränderungen
Sowohl Zunahme als auch starker Gewichtsverlust überfordern die Anpassungsfähigkeit der Haut.
Wachstumsschübe in der Pubertät
Schnelles Längenwachstum führt v. a. bei Jugendlichen zu Striae an Rücken, Hüften und Oberschenkeln.
Intensiver Muskelaufbau
Schnell wachsende Muskulatur kann die darüberliegende Haut überdehnen.
Hormonelle Faktoren und Kortison
Erhöhte Kortisolspiegel – etwa durch Stress, Kortisontherapie oder Erkrankungen wie das Cushing-Syndrom – schwächen die Faserstruktur der Haut.
Genetische Veranlagung
Eine angeborene Bindegewebsschwäche erhöht das individuelle Risiko deutlich.
Frühphase
Striae rubrae
Frische, rötlich-violette Streifen mit aktiver Gefäß- und Entzündungskomponente. In diesem Stadium reagiert die Haut besonders gut auf schonende, gefäß- und kollagenwirksame Verfahren.
Spätphase
Striae albae
Verblasste, perlweiße und leicht eingesunkene Narben nach abgeschlossenem Umbau des Gewebes. Hier sind meist intensivere, tiefer wirkende Verfahren erforderlich.

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Drei Technologien, ein Ziel: feinere Hautstruktur
In der Praxis Khouw Dermatologie stehen drei fraktionierte Verfahren zur Verfügung, die je nach Stadium, Hauttyp und betroffener Körperregion einzeln oder kombiniert eingesetzt werden. Allen gemeinsam ist das Prinzip der fraktionierten Mikroverletzung: Nur ein Teil der Hautoberfläche wird gezielt behandelt, während umliegendes Gewebe unversehrt bleibt – das verkürzt die Abheilung und regt die Haut gleichzeitig zur Neubildung von Kollagen und Elastin an.
Verfahren 01
Tixel®
Thermomechanische fraktionierte Hauterneuerung
Tixel arbeitet ganz ohne Laserlicht: Eine auf bis zu 400 °C erhitzte Titan-Pin-Matrix berührt die Haut für Sekundenbruchteile und erzeugt feinste, kontrollierte Mikrokanäle in Epidermis und oberer Dermis. Dieser thermische Reiz aktiviert die Kollagen- und Elastinneubildung und verbessert sukzessive Hautstruktur und Elastizität im Bereich der Streifen.
Je nach gewünschter Eindringtiefe kann Tixel non-ablativ (gewebeschonend, kaum Ausfallzeit) oder ablativ (intensiver, mit Ergebnissen im Bereich klassischer CO₂-Laser-Verfahren) eingestellt werden. Für Dehnungsstreifen hat sich häufig eine Serie von 4 bis 6 Sitzungen im Abstand von etwa 4 Wochen bewährt.
Wirkprinzip: Thermo-mechanische Mikroablation
Sitzungen: ca. 4–6
Ausfallzeit: gering bis moderat
Eignung: Striae rubrae & albae
Verfahren 02
Fraxel CO₂-Laser
Fraktionierte ablative Lasertherapie
Der fraktionierte CO₂-Laser setzt mikroskopisch feine Lasersäulen in die Haut, die je nach Einstellung bis in tiefere Dermisschichten vordringen. Dort wird gezielt Gewebe abgetragen und gleichzeitig ein starker Reiz zur Kollagen-Typ-I- und -III-Synthese gesetzt. Dieser Mechanismus eignet sich besonders gut zur Behandlung von älteren, bereits eingesunkenen Striae albae, da er die Hautstruktur strafft und das Relief ausgleicht.
Da nur ein Bruchteil der Hautoberfläche (typischerweise 5–50 %) tatsächlich behandelt wird, bleibt die umgebende Haut intakt, was die Abheilung beschleunigt. Üblich sind 3 bis 5 Sitzungen im Abstand von etwa 4 Wochen, mit einer leichten Rötung oder Schwellung über 1 bis 3 Tage.
Wirkprinzip: Fraktionierte CO₂-Photothermolyse
Sitzungen: ca. 3–5
Ausfallzeit: kurz (1–3 Tage Rötung)
Eignung: v. a. Striae albae
Verfahren 03
Opus Microplasma RF
Fraktionierte Plasma-Radiofrequenz
Opus Microplasma erzeugt mithilfe von Radiofrequenzenergie ein fraktioniertes Plasmafeld, das die Haut kontaktfrei und ohne Laserlicht behandelt. Ablationstiefe und thermische Energie lassen sich präzise steuern, sodass das Verfahren sowohl bei frischen, noch geröteten Striae rubrae als auch bei länger bestehenden, helleren Streifen flexibel eingesetzt werden kann.
Die gezielte Erwärmung der Dermis fördert die Reorganisation der Kollagen- und Elastinfasern und kann so die Textur und Spannkraft der behandelten Areale verbessern – ein besonders schonender Ansatz für empfindlichere Körperregionen wie Brust oder Bauch nach einer Schwangerschaft.
Wirkprinzip: Fraktionierte RF-Microplasma-Ablation
Sitzungen: individuell, meist 3–4
Ausfallzeit: gering
Eignung: Striae rubrae & albae, empfindliche Areale

ORIENTIERUNG
Welche Methode passt zu welchem Stadium?
| Kriterium | Tixel | Fraxel CO₂-Laser | Opus Microplasma |
|---|---|---|---|
| Technologie | Thermomechanisch (Titan-Pins) | Fraktionierter Laser | Fraktionierte Radiofrequenz |
| Bevorzugtes Stadium | Striae rubrae & albae | v. a. ältere Striae albae | Striae rubrae & albae, sensible Areale |
| Intensität | steuerbar (sanft bis ablativ) | intensiv, tief wirksam | sanft bis moderat, präzise steuerbar |
| Typische Ausfallzeit | gering bis moderat | 1–3 Tage Rötung | gering |
In der Erstberatung analysiert Dr. Khouw Stadium, Hauttyp und betroffene Areale und erstellt daraus einen individuellen Behandlungsplan – häufig auch als Kombination mehrerer Verfahren über mehrere Sitzungen.
Der Ablauf
So läuft Ihre Dehnungsstreifen-Behandlung ab
Von der Beratung bis zur Nachsorge begleiten wir Sie durch jeden Schritt.
Beratungsgespräch
In einem ausführlichen Gespräch analysieren wir Ihre Dehnungsstreifen und besprechen die optimalen Verfahren und Behandlungszonen.
Vorbereitung
Die zu behandelnden Areale werden gereinigt und mit einer Betäubungscreme vorbereitet.
Behandlung
Das ausgewählte Verfahren (Tixel, Fraxel oder Opus Microplasma) wird präzise angewendet. Die Behandlung dauert je nach Fläche 20–45 Minuten.
Nachsorge
Sie erhalten detaillierte Pflegehinweise und Sonnenschutz-Empfehlungen. Erste Ergebnisse sind sofort sichtbar, weitere Verbesserungen entstehen über Wochen durch den Kollagenneubau.
Unsere Praxis
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Wir berechnen unsere Leistungen nach der offiziellen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) sowie 19 % Mehrwertsteuer.
Häufig gestellte Fragen zu Dehnungsstreifen
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